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Meine Meinung zu ANA, Anorexie, Abnehmwahn und meine Motivation für diesen Blog

Hallo meine lieben Leser,

gestern verfasste ich meinen Beitrag zum Thema "Traurig, weil du "nur" 1 Kilo abgenommen hast?" - und war mir nicht bewusst welche Diskussion dieser in den Kommentaren lostreten würde. (Eigentlich war ich bis heute morgen der Meinung, dass sowieso niemand diesen Blog liest ...) Ich wollte zuerst in einem Kommentar dazu antworten, habe mich dann aber doch dazu entschlossen, dies in einem Blogeintrag zu tun, da es ein sehr sehr wichtiges Thema ist, wie ich finde, das offen angesprochen werden muss.

Zu aller erst möchte ich mich 100% von der ANA-Bewegung, ED-Soldiern oder sonstigen Anorexie-Bewegungen distanzieren! Ich schreibe hier meine eigene persönliche Meinung nieder, da ich finde, dass das Thema ein sehr wichtiges ist und oft immer noch viel zu sehr tabuisiert wird. Ich bitte euch dies zu respektieren und die Kommentare weiterhin so schön sachlich und vor allem freundlich zu halten (mein großer Dank, an die Kommentatoren des letzten Eintrags, ihr seid super! Ich habe selten eine so sachliche Diskussion zu so einem schwierigen Thema gelesen!) Ich persönlich hatte nie eine und werde sicherlich auch nie eine Essstörung haben, da ich viiiel zu gerne esse. Als Wettkampfsportlerin in einer Sportart, die sich nach Gewichtsklassen richtet, kenne ich aber den Druck ein gewisses Gewicht halten oder erreichen zu müssen. Als Fitnesstrainerin und gelernte staatlich geprüfte Sportlehrerin im freien Beruf habe ich mich eine Zeit lang sehr intensiv mit Esstörungen beschäftigt, da ich ursprünglich mal in den Bereich der Bewegungstherapie im Bereich der Suchterkrankungen wechseln wollte. Das ganze liegt nun aber auch ein paar Jährchen zurück und daher bin ich nicht 100% auf dem neusten Stand was die Pro- bzw. With-Ana Bewegung angeht. Dieser Eintrag spiegelt meine persönliche, subjektive Meinung zu diesem Thema im bezug auf die Kommentare einiger Leser wieder.

Ich denke es ist sehr wichtig, offen über diese Dinge zu sprechen und stimme Djinn Tonic zu, dass ANA-Blogs, wie sie anscheinend hier bei myblog sehr verbreitet sind, eine gute Möglichkeit für Betroffene darstellen, sich mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen und darüber zu reden. Das ist im Alltag, mit Menschen, die einem nahe stehen nicht leicht und oft nahezu unmöglich, da die Menschen, die einem nahe stehen natürlich versuchen, bei der "Heilung zu helfen". Das Problem ist, von außen, KANN NIEMAND helfen! Eine betroffene süchtige Person (egal ob das eine Esstörung oder eine andere Sucht ist) muss sich selbst helfen wollen. Sie muss ausbrechen wollen. Und solange dieses Bewusstsein nicht da ist, bringt das von außen "einreden" leider meist gar nichts. In sich verschließen ist aber genau so kontraproduktiv und verstärkt das Problem vielleicht noch weiter. Deshalb bin ich der Meinung, dass das Führen eines offenen Tagebuchs nicht umbedingt das schlechteste ist.

Ovo und Schatzsucherin haben natürlich auch Recht, dass die Krankheit an sich nicht verherrlicht werden darf, und die vielen Blogs zu dem Thema natürlich auch den Gedanken weiter verbreiten. Aber ganz ehrlich, diejenigen, die diese Blogs lesen, interessieren sich schon in gewisser Weise dafür, sind also sozusagen schon "angefixt". Wenn sie sich nicht hier ihre Informationen holen, dann tun sie es anders wo. Wenn sie nicht hier Leute kennenlernen, die das Gedankengut teilen, tun sie es anderswo. Es gibt immer Mittel und Wege.

Und um Djinn Tonic nochmal zu zitieren, der Grundgedanke wird von unserer Gesellschaft eingepflanzt, von Fernsehsendungen und Zeitschriften mit Magermodels, von superdünnen Musikstars, die andauernd ihre Trciks verraten warum sie soooo schlank sind und bleiben. Verstärkt wird es durch fehlendes Wissen, bzgl. gesunder und vor allem ausgewogener Ernährung und der Vermittlung wie wichtig Sport ist. Nicht zum Abnehmen, sondern um unseren Körper und auch unseren Geist fit und gesund zu halten.

Und genau so etwas möchte ich mit meinem Blog erreichen! Ich möchte das Hintergrundwissen vermitteln und motivieren ein gesundes ausgewogenes Leben zu führen. Egal was, wenn man es übertreibt, ist es nicht gesund! Ausgewogen ist das Stichwort, egal ob Essen oder Sport, Hobby oder Arbeit. Ein ausgeglichenes, glückliches Leben bedarf vieler Faktoren, die  alle ungefähr gleich viel Beachtung brauchen.

Aus meiner damaligen Zeit, kann ich Betroffenen bzw. Angehörigen den Verein hungrig-online empfehlen.  Ich selbst habe damals, einige Buchrezensionen für die Homepage geschrieben und weiss, dass man dort viele Informationen und Hilfen bekommt.

Für konstruktive Kritik bzw. Meinungsäußeren, bin ich immer offen und hoffe euch mit diesem doch sehr persönlichen Post einen Einblick in meine persönliche Gedankenwelt vermitteln zu können. 

 

LG 

 

eure Janika

11.2.15 17:47

Letzte Einträge: Super Eleven Green Detox - gibts grad bei Groupon, Circuit mit dem Männe - 21.2.2015

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Anavlis (11.2.15 18:44)
Also ich finde den Beitrag gut! Da es einfach zu viele Leute gibt die daran leiden. Ich möchte jetzt keinen Verurteilen, allerdings finde ich diesen "Wahnsinn" schon beinahe total durchgeknallt.

Wir hatten das Thema kürzlich erst in der Schule in Hauswirtschaft. Und ich muss sagen, es gibt eindeutig auch andere Methoden um schlank zu sein, ohne zu übertreiben bzw. Hungern zu müssen.

Nur weil die Models alle heutzutage so abgemagert sind, müssen das die anderen ja nicht auch machen. Was soll den der Krimskrams? Ich finde es einfach nicht gut, wenn sich auch schon junge Mädchen zu dick finden und wie Haut und Knochen rumlaufen. Ich meine sie mögen dann zwar in Hosengröße 32 passen. Aber ist so ein Leben lebenswert? Ich weiß ja nicht so ganz.

Genau so affig finde ich es, wenn leute von Heut auf morgen sich einreden abnehmen zu müssen (auch wenn sie wirklich Übergewicht haben) und das dann in einem Affenzahn hinlegen, und das auch nur durch hungern. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass solche Leute dann sogar noch nach dem Abnehmen, mit ihrem Traumgewicht, weiter machen mit so und so viel darf ich davon essen und wenn ich dies und das gegessen habe, darf ich den ganzen Tag nichts mehr essen, weil ich ja dann meine Kcal schon zu mir genommen habe. Ich persönlich esse dafür einfach viel zu gern, um dauerhaft zu verzichten. Und wenn es dann an einem Tag doch mal zu ungesund war, muss ich das eben ein stückweit mit Sport wieder kompensieren und nicht nur auf dem Sofa rumliegen.

Ich finde diesen Beitrag wirklich super!!

LG Anavlis


FitKick / Website (11.2.15 18:48)
Vielen Dank liebe Anavlis!
Ich finde es beruhigend, dass dieses Thema wohl doch ab und zu in der schule angesprochen wird!
Knall auf fall, hat das alles keinen zweck, man sollte sich lieber etwas gedulden und langsam und gesund abnehmen, damit kommt der Körper und vor allem der kopf auch viel besser klar!

LG Janika


Schatzsucherin / Website (14.2.15 21:22)
Ich habe von dieser Ana-Thematik erst wirklich erfahren, als ich meinen Blog hier gestartet habe. Klar habe ich auch vorher schon von Magersucht gehört, aber von Essstörungen und deren gefeierter Auslebung in diesem Maße war ich wirklich schockiert! Besonders der harte Umgangston in solchen Blogs und Foren hat mich erschreckt, Aussagen wie "Wenn du dick bist, bist du nichts wert", die in den "10 Ana-Geboten" niedergeschrieben sind, oder eine Anleitung, wie man Essen an besten auskotzen kann finde ich schrecklich und menschenverachtend und finde es deshalb umso wichtiger, diese Probleme zu thematisieren!! Ich bin allerdings nicht sicher, ob das Internet dafür nicht zu ungeschützt ist und es eine sachliche Auseinandersetzung nicht noch schwieriger und das "Abrutschen" in die Pro-Ana-Gemeinschaft nicht noch gefährlicher macht... Ich gebe dir recht, dass Überzeugte immer einen Weg finden, aber ich denke, dass es für Anorexieerkrankte (die ihre Krankheit noch nicht als Religion und Lebensaufgabe verherrlichen) sehr gefährlich ist.


FitKick / Website (16.2.15 13:05)
Da hast du sehr wahrscheinlich recht Schatzsucherin. Diese Sucht, genau wie jede andere Sucht (Drogen, Glücksspiel usw.) ist schwierig zu fassen. Ich denke um so wichtiger ist es wirklich aufzuklären, was gesund abnehmen wirklich bedeutet, bzw. was gesund sein bedeutet. Und umso wichtiger ist es auch sich im Internet und vor allem im social media den Umgangston zu verändern und vllt zwei mal mehr drüber nachzudenkn ob man schreibt "auf dem foto siehst du dick aus" oder andere unnötige kommentare...sehe das bei instagramm leider viel zu oft, dass sich in den kommentaren solche hate-shitstorms ergeben. da krieg ich brechreiz. wieso aknn man sich nicht einfach gegensetig ermutigen und motivieren und muss das glück von anderen immer gleich direkt schlecht machen.... und es ist wichtig, dass man ungephotoshoppte fotos zeigt, wo man auch mal ein speckröllchen sieht und nicht das hundertdreiundfünzigste selfie das dann doch endlich mal gut aussieht und noch fünf mal bearbeitet wurde....

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